Rundbrief zu Weihnachten 2014 Geschrieben am Januar 23, 2015 von peru

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Elpidio in der Baumschule von Montevideo

Kurz vor Jahresende möchten wir nochmal zurückblicken auf die Ereignisse der letzten Wochen und Monate.

Am meisten beschäftigt uns das Regenwaldschutz-Projekt Cero Deforestación, das vor 2 Jahren begann. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten läuft es inzwischen sehr gut. Die beiden Baumschulen in Montevideo und bei der Cooperativa Divisoria funktionieren und haben zusammen schon über 100.000 Jungpflanzen (vor allem Forstbaum-Setzlinge) produziert –

Elpidio in der Baumschule von Montevideo

Elpidio in der Baumschule von Montevideo

Das andere Bild zeigt einen Bauern aus dem Dorf Puente Piedra, wie er sich um sein heranwachsendes Forstpflänzchen kümmert und auf dem 3. Bild ist eine Familie mit ihrer Ernte aus dem Gemüsegarten

In Pucallpa wurden in den beiden Dörfern ca. 30 ha Kakao gemischt mit Bananen angepflanzt. Inzwischen wurden die ersten Bananen schon geerntet und Forstpflanzen dazwischengepflanzt. In Montevideo gab es Schulungen zur Verbesserung der Weiden (incl. Düngung). An besonders von Erosion gefährdeten Stellen entlang des Flussufers und an Hängen wurde tausende von Bäumen gepflanzt. Die Idee mit den Gemüsegärten wurde von vielen Familien umgesetzt, auch im Gebiet der Coop. Divisoria. Unsere Partner in Peru haben noch vieles von den geplanten Aktivitäten realisiert – wir berichten ja immer mal wieder davon.

Unser Antrag an das BMZ um Mittelaufstockung wegen höherer Kosten im Bereich Öffentlichkeits- und politische Arbeit (damit die Nachhaltigkeit der Projektidee gewährleistet ist) wurde Ende Sept. bewilligt. Anfang Dezember kam außerdem die Mitteilung des BMZ, dass unser Projekt um 1 Jahr bis 12/16 verlängert wurde. Das Projekt hat jetzt auch eine eigene homepage:  www.cerodeforestacionperu.com/es . Bisher gab es diese auf spanisch und englisch, aber jetzt ist auch der deutsche Teil vorläufig fertig.

Auf der Mitgliederversammlung hatten wir kurz über einen Antrag von Luigi aus Aucayacu gesprochen. Er unterrichtet an einer Abendschule Jugendliche und Erwachsene und fragte nach Unterstützung beim Ausbau der Schulwerkstatt mit einigen Geräten: einem Schweißgerät, einer Drehbank zur Holzbearbeitung und 2 Schraubstöcken. Über die Schulleitung haben wir Ende November der Bitte mit 1.800 € entsprochen.

Das Wasserkraftwerk in Montevideo steht leider immer noch still. Wir haben nach langem Abwägen Ende Sept. im Vorstand beschlossen, die Wiederinstandsetzung finanziell und (soweit möglich) technisch zu unterstützen. Unsere Hauptperson bei diesem vorhaben wird Celso Dávila in Lima sein, der das WKW von seinem Besuch 2010 in Montevideo schon kennt. Er wird einen Generator der Firma Marathon aus den USA beschaffen und einen Schaltschrank von Thomson and Howe aus Canada. Celso wird auch die Installation vor Ort organisieren und überwachen sowie das Bedienpersonal ausbilden. Er wird auch für nachhaltige technische Betreuung zur Verfügung stehen.

Anfang Januar wird Celso mit unserem Mitglied Peter Wicke nach Montevideo fahren (bzw. das letzte Stück laufen). Gemeinsam werden sie dort den Ist-Zustand aufnehmen: Zustand der Kabel im Maschinenhaus, Turbine und defekte Drosselklappe. Wasserzuleitung, Strommasten (manche sind angefault), Hochspannungsleitung/Isolatoren, Zustand der Trafos und der Sekundärverteilung sowie der Verkabelung und Endverteilung in den Häusern bzw. in der Käserei und Schreinerei.

Durch die von Mario Behnke initierte Spendensammlung in betterplace sind inzwischen über sechstausend Euro für das WKW zusammengekommen. Wir haben auch einige Rücklagen, sodass unser Finanzierungszuschuss von ca. 10.000 € gesichert ist. Natürlich können wir immer noch Spenden gebrauchen, auch für unseren Eigenanteil an Cero deforestación. Wenn jemand  spenden will, bekommt er bei Angabe der Adresse eine Spendenquittung.  Hier die

IBAN-Spenden-Nr.: DE34 6206 2215 0020 7630 00, Volksbank Beilstein, BIC: GENODES 1BIA

Herzlichen Dank an alle, die uns im zu Ende gehenden Jahr durch ihre Spenden unterstützt und so unsere Arbeit möglich gemacht haben!

Allen Freunden und Förderern mit ihren Familien alles Gute, vor allem Gesundheit für das Neue Jahr,wünschen

Eugen Bruder und das team von Peru amazonico

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