Wie können Kinder spielerisch lernen, ihre Umwelt zu verstehen und zugleich Verantwortung für ihre eigene Zukunft zu übernehmen? Genau hier setzt das Projekt „Nii Bakebo / Niños del Bosque – Kinder des Waldes“ von ECO-CULTURA in Yarinacocha, Region Ucayali, an.

In den Siedlungen Bena Jema und John Hopkins werden gemeinsam mit zwei Schulen mit 90 Kindern und deren Familien Bio-Gärten angelegt und Bäume gepflanzt. Die Bio-Gärten werden dabei zu „lebenden Klassenzimmern“: Die Kinder lernen, wie Gemüse angebaut, Kompost hergestellt und Pflanzen auf natürliche Weise geschützt werden können. Gleichzeitig beschäftigen sie sich mit Heilpflanzen, Ernährung und traditionellen Pflanzen (z.B. Huayruro oder Uña de gato), die für Kunst und Handwerk oder medizinische Behandlungen genutzt werden.
Auch außerhalb der Schulen wird etwas bewegt: Auf den Grundstücken der beteiligten Familien werden vor allem Obst- und Arzneibäume gepflanzt. Sie sollen langfristig zur Ernährungssicherheit beitragen und gleichzeitig die Verbundenheit der Familien mit ihrer natürlichen Umgebung stärken.
Das vom Freundeskreis Peru Amazonico e.V. geförderte Projekt läuft zunächst von Juni 2026 bis März 2027. Geplant sind Bio-Gärten an zwei Schulen, zahlreiche Bildungs- und Kreativworkshops sowie die Pflanzung von Bäumen. Dabei geht es um weit mehr als einzelne Beete oder Setzlinge: „Nii Bakebo“ möchte Kindern zeigen, dass der Schutz der Natur, gesunde Ernährung und die Bewahrung kultureller Traditionen zusammengehören.
Ein wichtiges Ziel ist deshalb die Weitergabe des Gelernten an die Familien: Was in der Schule beginnt, soll möglichst auch zu Hause fortgesetzt werden – damit aus kleinen „Kindern des Waldes“ engagierte Impulse für die Entwicklung ihrer eigenen Zukunft erwachsen.
KMH – VO





